Für Mutter und Kind?

Kinder, die regelmäßig schnarchen, sollten einem Arzt vorgestellt werden. In der Schwangerschaft kann auch ein hormonell bedingter schnupfen die Atemwege verengen und dadurch Schnarchen auslösen.

Schnarchen bei Kindern

Etwa 50 Prozent aller Kinder zwischen einem und vier Jahren schnarchen gelegentlich, z.B. bei Atemschwierigkeiten wegen eines Schnupfens. Regelmäßiges Schnarchen kommt bei Kindern sehr selten vor.
Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass Schnarchen bei Kindern zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte und zu Verhaltensstörungen führen kann. Eltern sollten daher einen HNO-Arzt aufsuchen, falls sie regelmäßige Schnarchgeräusche bei ihren Kindern beobachten.

Schnarchen in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft tritt manchmal eine leichte Schwellung der Schleimhäute der Nase („Schwangerschaftsschnupfen“) auf. Er ist auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen und kann über mehrere Monate anhalten, verschwindet jedoch nach der Entbindung.
Diese Schwellung kann zum Schnarchen führen. Alle mechanischen Hilfsmittel, die Erwachsenen bei leichtem Schnarchen empfohlen werden (z.B. Nasenflügelheber) können in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingesetzt werden.

Abschwellend wirkende Nasentropfen (Wirkstoffe: Xylometazolin, Oxymetazolin) sollten nur so kurz wie möglich, maximal über eine Woche, eingesetzt werden.

Gegen Heuschnupfen-Symptome in der Schwangerschaft eignen ab dem 4. Monat nach Rücksprache mit dem Arzt Nasensprays mit den Wirkstoffen Cromoglicinsäure oder Nedocromil.

Beobachtet die Schwangere oder ihr Partner jedoch nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) so ist dringend ein Arztbesuch zu empfehlen, da dies zu einer Unterversorgung des Kindes mit Sauerstoff führen kann.
Quellen:
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.


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